Carsten K. Rath blickt auf einzigartige und unvergessliche Bewerbungen. / Foto © Carsten K. Rath
Carsten K. Rath blickt auf einzigartige und unvergessliche Bewerbungen. / Foto © Carsten K. Rath

Carsten K. Rath, Unternehmer, Gründer und CEO der Lifestyle Hospitality & Entertainment Group, kann so einige Anekdoten über Bewerbungsprozesse zum Besten geben. Auf der Suche nach der Mannschaft für das Kameha Grand Zürich traf er beispielsweise auf Interessenten, die sich für unwiderstehlich hielten.


Das «supergeile Bewerbungsschreiben»
Wenn auch nur ein Einzelfall, war ein Bewerbungsschreiben äusserst aussagekräftig und wurde vom Interessenten selbst mit «supergeiles Bewerbungsschreiben» betitelt. Selbstvertrauen ist gut, man kann aber auch über das Ziel hinaus schiessen. Punktgenaue Bewerbungen liessen bei den insgesamt 35 Inseraten manchmal zu wünschen übrig - darunter war beispielsweise eine Bewerbung auf die Stelle eines «Glockenjungen» vertreten und ein Aspirant erwähnte explizit, dass er schwindelfrei sei. Auch wussten einige Interessenten nicht genau, an wen sie ihre Unterlagen richten sollten. So holte einer von ihnen zum Rundumschlag aus und formulierte sein Anschreiben an die «Sehr geehrte Frau Careers», ein anderer machte aus der Personalchefin Sabine Egli eine «Frau Eklig». Auch Rebecca Nussbaumer, Human Resources Coordinator, bekam die mangelnde Aufmerksamkeit zu spüren: Am Telefon fragte ein Kandidat nach «Frau Baumnuss». Die Frage ist, ob es bloss an der Aufregung gelegen hat oder doch auf Unachtsamkeit und Gleichgültigkeit zurückzuführen ist.

Das heikle Thema des Bewerbungsfotos
Schwarz-weiss oder farbig, hoch oder quer, Passbild oder Design-Element – die Geister scheiden sich. Allerdings: Zwei Bilder sind auch keine Lösung. «Ein Lebenslauf erreichte uns mit den Konterfeis eines asiatischen und eines europäischen Mannes«, berichtet Rath. Aber das war es noch nicht in Sachen optischer Fehltritte: «Ein Barkeeper sendete ein Oben-ohne-Foto ein und ein Aspirant auf eine Stelle als Doorman grüsste auf seinem Bild aus einem Porsche.»

Es gibt auch hervorragende Talente

Die einzigartigen – wenn auch skurrilen – Bewerbungen waren zum Glück von Carsten K. Rath nicht die Mehrzahl. Viele Bewerber verstanden es, sich nicht bereits mit ihren Papieren aus dem Rennen um einen Job in dem einzigartigen Hotel in der grössten Stadt der Schweiz zu kicken. 430 Vorstellungsgespräche führten schlussendlich zu 137 unterschriebenen Arbeitsverträgen.


Das Hotel Kameha Grand Zürich befindet sich nur rund sechs Minuten vom Flughafen sowie acht Minuten vom Züricher Hauptbahnhof bzw. Stadtzentrum entfernt. / Foto beigestellt

Der Weg zum Vorstellungsgespräch

Die erste Hürde ist geschafft und Sie werden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Woran soll es jetzt noch scheitern? Rath kann es Ihnen verraten: «Einer, der Front Office Agent werden wollte, rief an und fragte, ob man das Interview nicht in Deutschland machen könne – der Weg nach Zürich sei ihm zu weit.» Ein anderer Stellenanwärter hatte zwar keine Probleme damit, in die Schweiz zu reisen – doch landete er am falschen Ort: «Er suchte unser Büro auf der Baustelle im 5. Stock und rief von da aus ganz verwundert an, dass er ausser Bauarbeitern niemanden finde.» Ein anderer rief ebenfalls vom Hotel aus an und wollte wissen, wie er auf schnellstem Wege zum Büro komme. «Eineinhalb Stunden hat er schliesslich für die Strecke von 500 Metern gebraucht.»

Gute Manieren sind nach wie vor gefragt

Komplimente ziehen – aber warum greifen wir nicht gleich zu Kosemanen? So nannte eine Kandidatin die Personalchefin im Gespräch mehrfach «Schatz». Andere hatten allem Anschein nach Probleme mit dem Namen des Hotels, der aus dem Hawaiianischen stammt und soviel wie «das Einzigartige» bedeutet. «Ein Bewerber sprach immer wieder von einem Kamel – bis bei uns der Groschen fiel und wir merkten, dass er Kameha meinte.» Im Gespräch mit Küchenchef Raoul Mühlan wollte ein Stellenanwärter gar wissen, was Kameha genau sei – der Executive Chef beendete das Gespräch daraufhin.

KAMEHA GRAND ZÜRICH
Hotelanschrift (gültig ab Frühjahr 2015)
Dufaux-Strasse 1/Ecke Thurgauerstrasse
8152 Glattpark/Zürich
T:+41/(0)44/525 50 00
zuerich@kameha.com
www.kamehagrandzuerich.com

Pre-Opening Office (gültig bis Frühjahr 2015)
Kameha Grand Zürich
Farman-Strasse 52
8152 Glattpark/Zürich

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(von Alexandra Gorsche)

 

 

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