Alentejo: Alte Technik prägt neue Topweine

Alte Weinberge im Weingebiet Alentejo

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Alte Weinberge im Weingebiet Alentejo

Alte Weinberge im Weingebiet Alentejo

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Neben modernem Winemaking entstehen heute auch wieder zunehmend Topweine mit traditionellen Methoden, wie sie schon die alten Römer praktiziert haben. Höchste Zeit, sich wieder mit jenen Alentejo-Crus zu beschäftigen, welche Dank «Ripanco», «Lagares» und «Talhas» eine eigenständige Perfektion erlangen.

Spitzenwinzer in ganz Europa wenden sich heute wieder vermehrt der traditionellen Weinbereitung zu, und arbeiten mit «ancestralen» Methoden, wie sie schon die alten Römer und Griechen eingesetzt haben. Der Unterschied zu der Weinbereitung in der Antike ist aber, dass die heutigen Winzer und Kellermeister diese minimalistisch Weinbereitung mit dem Hintergrund einer modernen Ausbildung betreiben. Vor allem im Alentejo entsteht heute eine ganze Reihe von Topweinen auf diese Art. Gefördert wird dieser Trend durch die Tatsache, dass hier eine ganze Reihe von sehr alten Kellereien, die über die entsprechenden Einrichtungen verfügen, erhalten geblieben und in den letzten Jahren wieder in Betrieb genommen worden sind.

Die «ancestrale» Weinbereitung beginnt mit der Entrappung der Trauben am «Ripanco»-Lattenrost. Dabei werden die Trauben von Hand über einen Holzrost gerieben, wodurch Saft, Häute, Kerne und die weichen Teile der Stiele in ein Behältnis zur Weiterverarbeitung gelangen und nur der harte Teil des Stielgerüstes ausgesondert wird. Die Mazeration der Rotweine geschieht dann in klassischen Lagares. Lagares sind flache Becken aus Granit (heute auch aus Beton oder Edelstahl), in denen die Maische mit blossen Füssen getreten wird, um Farbe und Inhaltsstoffe aus den Traubenhäuten zu extrahieren.

Das Verfahren gilt heute als besonders schonend, weil die weichen Fussballen die Traubenkerne und Stielanteile nicht beschädigen. So wird verhindert, das Bitterstoffe in den Saft gelangt. Vergoren und ausgebaut werden die Weine anschliessend in bis zu 1’600 Liter fassenden Tonamphoren, die im Alentejo «Talhas» genannt werden. Während der Gärung werden die Terracotta-Amphoren regelmässig mit kaltem Wasser besprüht, um die Gärtemperatur zu kontrollieren.

Nach der Gärung reift der Wein dann noch einige Wochen oder Monate auf der Maische in den Amphoren, bevor er abgepresst, und danach zumeist in Holzfässern weiter ausgebaut wird. Mit der Rückbesinnung auf dieses traditionelle «Winemaking» sind im Alentejo in den letzten Jahren eine ganze Reihe von eigenständigen Topgewächsen entstanden.


Info

Weitere Informationen finden Sie unter vinhosdoalentejo.pt 
sowie unter instagram.com/WeineDesAlentejo
und facebook.com/WeineDesAlentejo


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