Jede Menge kreative Erfolgsrezepte an der ChefAlps 2015 / © ChefAlps, Nadine Kägi
Jede Menge kreative Erfolgsrezepte an der ChefAlps 2015 / © ChefAlps, Nadine Kägi

Die vierte Ausgabe der ChefAlps widmete sich dem Thema «Erfolgsrezepte in der Haute Cuisine». Essverrückte und leidenschaftliche Feinschmecker fliegen heute um den Erdball, um in angesagten Restaurants herausragenden, eigenständigen und unverwechselbaren Genuss zu erleben.

Doch wie finden Spitzenköche eigentlich ihren einzigartigen Stil? Mit welchen Konzepten setzen sie ihre Ideen um? Und: Wie bleiben sie damit nachhaltig als Unternehmer erfolgreich?

Um diese Fragen zu klären, hatten die ChefAlps-Organisatoren, Adriano Pirola und Reto Mathis, die Spitzenköche Magnus Ek aus Schweden, Andoni Luis Aduriz aus Spanien, Davide Oldani und Norbert Niederkofler aus Italien, Christian Bau aus Deutschland, Alexandre Bourdas und Mauro Colagreco aus Frankreich sowie Richard Rauch aus Österreich und Christian Geisler aus der Schweiz eingeladen. Insgesamt 1’200 Besucher verfolgten am Sonntag, 7. und Montag, 8. Juni die Präsentationen auf der Bühne im StageOne in Zürich. Die neun hochkarätigen Protagonisten gaben dabei Schritt für Schritt Einblick in die Zubereitung aktueller Kreationen und standen zu ihren aussergewöhnlichen Restaurantkonzepten Rede und Antwort.

Bezugsquelle als wichtige Inspiration
So unterschiedlich die Persönlichkeiten und die konzeptionellen Ansätze der Kochgrössen sind, gibt es Trends, die alle teilen. So wird Regionalität bei den meisten radikal vorangetrieben. Der direkte Einkauf beim Produzenten wird als richtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft gesehen. Dadurch wird nicht nur die Saisonalität respektiert sondern auch Frische, Güte und Geschmack der Produkte sichergestellt. Gemeinsam mit lokalen Bauern, Brauern oder Bäckern wird Neues entwickelt und Traditionelles wiederentdeckt.

Ehrliche Produkte sind der neue Luxus
Das bedeutet auch, weg von Luxusprodukten, hin zu ehrlichen Erzeugnissen mit viel Geschmack. In den Gerichten sorgen verschiedene Temperaturen und Texturen für eine spannende geschmackliche Variation bestimmter Ausgangsprodukte. Dabei wird bei pflanzlichen wie auch bei tierischen Erzeugnissen konsequent alles von nose-to-tail und leaf-to-root verwendet. Das wirkt sich zum einen positiv auf den Wareneinsatz und somit auf den wirtschaftlichen Erfolg des Restaurants aus und zum anderen werden Erzeuger fair bezahlt, was wiederum junge Menschen motiviert, aufwändige Agrarberufe anzupacken. Die Gäste freuts. Kommen sie doch so in den Genuss von Ungewohnten Delikatessen. Und schliesslich gibt es auch eine Rückbesinnung auf «richtiges» Kochen und klassisches Handwerk ohne Effekthascherei. Moderne Küchentechnik soll nurmehr da eingesetzt werden, wo es Sinn macht und dem Gast einen wirklichen Mehrwert auf dem Teller bietet: Geschmack.   

Starchefs zum Anfassen
Jeweils im Anschluss an ihre Bühnenauftritte mischten sich die neun Gastköche ganz ohne Starallüren unters Publikum und tauschten sich sichtlich erfreut mit vielen persönlichen Kontakten aus. Spitzenköche wie Ivo Adam, Rico Zandonella und Antonio Colaianni sowie die ChefAlps-Botschafter Andreas Caminada, Heinz Reitbauer und Thomas Dorfer waren ebenso im Publikum anzutreffen wie junge Kochtalente, Hobbyköche und Medienschaffende aus dem In- und Ausland. «Die grosse Bandbreite der Shows hat mich beeindruckt», sagte Spitzenkoch Nenad Mlinarevic vom Restaurant «focus» in Vitznau, der zurzeit mit seiner neuen Schweizer Regioküche für Furore sorgt.

Erlesene Entdeckungstour und reger Austausch
Die Markthalle und die Galerie wurden in den Pausen zwischen den Kochshows und beim Get-together am Sonntagabend rege dazu genutzt, Freundschaften zu pflegen und wertvolle berufliche Kontakte zu knüpfen. 30 namhafte Unternehmen präsentierten hier an Marktständen nicht alltägliche und neue Produkte für die gehobene Gourmetküche und kulinarisch Interessierte. «Auch dieses Jahr haben wir offensichtlich ins Schwarze getroffen! Mit insgesamt 1’200 Besuchern erneut ein so grosses Publikum begeistern zu können, bestätigt uns darin, auf dem richtigen Weg zu sein», freuen sich die ChefAlps-Organisatoren, Adriano Pirola und Reto Mathis.
 
Das 5. International Cooking Summit ChefAlps wird am 22. und 23. Mai 2016 in Zürich stattfinden.


INFO
chef-alps.com

(von Claudio Del Principe)

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